Warum der Antisemitismus gefährlich zunimmt
Der 7. Oktober 2023 bedeutete für Israel ein nie da gewesenes Fanal. Hamas-Kämpfer durchbrachen den Sicherheitszaun, der den Gaza-Streifen von kleinen israelischen Siedlungen und vor allem Kibbuzim trennte. Sie überrannten früh morgens zu Tausenden das israelische agrarisch bearbeitete Gebiet, sowie das dort stattfindende Supernova-Festival. Sie verübten ein Massaker unter den feiernden Jugendlichen. Und Sie ermordeten auf grausamste Art Frauen und Kinder aus den Kibbuzim und verschleppten viele von ihnen als Geiseln.
Israel begann danach einen großen Krieg gegen den gesamten Gaza-Streifen. Das Ziel, die dort regierenden Hamas-Kämpfer zu besiegen und alle zu entwaffnen.
Die wichtigste Taktik der Hamas jedoch ist es, jeweils aus der Mitte der Gesellschaft heraus zu kämpfen, also aus Schulen, aus Krankenhäusern und aus Wohnhäusern. Das bedeutet einerseits, dass jeder Kampf gegen sie auch viele zivile Opfer fordert. Andererseits bedeutet der Kampf gegen die Hamas auch die Zerstörung all der Gebäude, in denen sich die Hamas versteckt.
Das Ziel des israelischen Kampfes ist bisher keineswegs erreicht. Im Gegenteil, die Hamas hat ihre Herrschaft wieder gefestigt. Und der Hamas ist es mit den Bildern der Zerstörung der Gebäude und den von ihnen veröffentlichten Zahlen der getöteten Zivilisten relativ bald gelungen, die Sympathie weltweit auf ihre Seite zu ziehen. Denn in allen westlichen Ländern haben sich viele ausgewanderte Palästinenser nieder gelassen.
Was die EU dagegen unternimmt
Die EU-Kommission hat eine Koordinatorin für die Bekämpfung des Antisemitismus: Katharina von Schnurbein.
Sie veranstaltet zweimal im Jahr informelle Treffen: SECCA, die die Maßnahmen besprechen und ausloten, wer dabei noch von den anderen Ländern lernen könnte. Jetzt waren Gesandte aus mehr als 30 Ländern dabei, auch aus den USA. Sie haben eine Erklärung verabschiedet, die sich angesichts des alarmierenden Anstiegs nicht nur äußerst besorgt zeigt. Sondern die Vertreter konstatieren, dass der Antisemitismus nicht nur für die betroffenen Menschen bedrohlich ist und schon deshalb bekämpft werden muss. Das Gefährliche gehe weit darüber hinaus heißt es und Der Antisemitismus „untergräbt auch die Grundlagen unserer demokratischen und freien Gesellschaften: Menschenrechte und Würde, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit“.
Dann wenden sich die Gesandten an die sog. Social Media und fordern sie auf: „Lösungen anzubieten, um antisemitischen Hass im Internet mit Hilfe geltender Gesetze zu bekämpfen“.
Damit solche sich positiv engagieren, wird es jedoch wohl neuer Social Media bedürfen! Zum Beispiel einer solchen Plattform wie „W kommt vor X“, nur aus Europa kommend, ohne jeden Zugang für Bots und mit anderen Algorithmen als die der Tech-Milliardäre. W soll ab Juni 2026 starten.