Umfassende Verordnung zur Regulierung aller Verpackungsmaterialien
Diese Verordnung umfasst alle Sektoren in der EU: den Handel, die Industrie, die Haushalte und andere Sektoren. Und zwar vom Design bis zur Entsorgung. Verpackungen haben laut EU überhand genommen. So werden z.B. 40% der in der EU benutzten Plastik nur für Verpackungen benutzt. Und in den Ozeanen besteht die Hälfte des dort schwimmenden Abfalls aus Verpackungsmüll. Das soll sich mit dieser Verordnung drastisch ändern.
Verabschiedet ist diese Verordnung bereits seit Februar 2025. Aber in Kraft tritt sie erst anderthalb Jahre später, also im August 2026, so dass die Unternehmen Zeit haben, sich darauf einzustellen und ihre Produktionsprozesse anzupassen.
Ziele der Verordnung
Vor allem will die EU erreichen, dass der Verbrauch von Rohstoffen, die bisher in Verpackungen gehen, reduziert wird. Und da Verpackungsabfälle schwer zu recyclen sind, kostet deren Entsorgung die Verbraucher viel Geld. Pro Person fallen in der EU pro Jahr 180 kg an, mit steigender Tendenz. Das sind ein Drittel der Siedlungsabfälle. In Zukunft soll Verpackung aus recyceltem Material bestehen. Der erste Schritt soll bis 2030 erreicht sein – aber unter Vermeidung jeglicher Ewigkeitschemie (PFAS) ab August 2026. Für einen weiteren Schritt gibt es das Ziel 2040. Das soll die Verpackungsindustrie auf den Pfad der Klimaneutralität bis 2050 präparieren. Dazu gehört auch, dass die Verbraucher*innen ihre eigenen Behälter mitbringen dürfen, wenn sie einkaufen gehen. Dass auf der Verpackung klar ersichtlich ist, woraus sie gemacht ist und wo man sie ggfs. zurückgeben kann.
Das weitere Ziel ist, das bisher mit dem Verpackungsmüll frei werdende CO² zu reduzieren.