Die Institutionen der EU,  die sie prägenden Personen und ihre Aufgaben

Wie in jedem demokratisch verfassten Staat bzw. Staatengebilde kann keine Institution oder Person alleine entscheiden und „durch regieren“ – dies gibt es nur in autoritären Diktaturen, die von einer Person oder einer Junta beherrscht werden. Die Institutionen der EU sind deshalb auf das Zusammenwirken untereinander nach dem Prinzip der Gewaltenteilung angewiesen. Daher ist die Kompromissbildung ein Wesensmerkmal der europäischen Integration und nicht das Machtwort einer Person oder einer Institution. Der Konsensfindungsprozess zwischen den 27 Mitgliedsstaaten im jeweiligen Ministerrat, bzw. die Abstimmungen unter den Staats- und Regierungschefs und die Verhandlungen zwischen dem Ministerrat, der Kommission und dem Parlament  sind deshalb relativ langwierig und manchmal auch nervenaufreibend; aber das ist der Preis für ein Leben in Freiheit unter der Herrschaft des Rechts in einem demokratischen noch dazu supranationalen Gemeinwesen.

Hier sollen zunächst die beiden Teile des intergouvernementalen Zusammenwirkens in der EU vorgestellt werden: 1. der Rat der Europäischen Union, umgangssprachlich auch Ministerrat genannt, und 2. der Rat der Staats-und Regierungschefs. Es folgen dann die supranationalen Institutionen Kommission und Parlament , Europäischer Gerichtshof, Europäische Zentralbank, Europol, Europäischer Rechnungshof,  Europäische Investitionsbank und Europäische Bank für Wiederaufbau.