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Gastbeitrag von Anna Deparnay-Grunenberg: Primär- und Altwälder: Was sind sie uns wert? 28.10.2021

2023-09-16T13:14:22+02:00

Die Autorin ist Europaabgeordnete aus Baden-Württemberg. Sie ist Mitglied in den Ausschüssen für Verkehr und Tourismus, sowie Landwirtschaft und ländlicher Raum. Nachhaltigkeit, Ökologische Forstwirtschaft, Wald/Biodiversität Erstveröffentlichung auf Annas Newsletter am 25. Oktober 2021 Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung Anna DEPARNAY-GRUNENBERG  in Brussels, 2020 EU-EP  Javier BERNAL REVERT Der Gedanke der “Nachhaltigkeit” ist ein Grundpfeiler der Forstwirtschaft. Im Kampf gegen die  Klimakrise und den dramatischen  Verlust der Biodiversität  müssen wir den Schutz unserer Alt- und Primärwälder stärken und besser durchsetzen! Alt- und Primärwälder können bis zu viermal so viel Kohlenstoff speichern wie bewirtschaftete Wälder – sie machen jedoch nur 1,2% der gesamten EU-Landfläche aus Die letzten Alt-und Primärwälder Europas befinden sich hauptsächlich in Osteuropa (v.a. in Rumänien, Polen, Tschechien) und in Skandinavien Die EU kann und MUSS! diese Wälder durch Kartierungen, Kompensationen und Überwachung sowie eine gute Einbindung der lokalen Bevölkerung besser schützen Was ist das Besondere dieser Wälder? Etwa 4,9 Millionen Hektar der EU-Wälder sind [...]

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Globale Steuerreform nun auch mit Irland, Oktober 2021:

2025-07-14T17:06:12+02:00

Im Juli 2021 haben sich die G20 Staaten nach jahrelangen Verhandlungen endlich auf einen Körperschafts-Steuersatz für international tätige Unternehmen von mindestens 15% geeinigt. Besonders die Finanzminister von Frankreich und Deutschland  haben immer wieder versucht, eine Verständigung dazu zu erzielen. Da die Vereinigten Staaten unter der demokratischen Regierung von Joe Biden (entgegen der Regierung Trump) nun auch im Boot sind, konnte es im Sommer 2021 zu einer ersten Übereinkunft kommen. Biden hätte sogar gerne  21% verhandelt, hat aber 15% zugestimmt, damit das Projekt Realität werden kann. Inzwischen hat jetzt - am 7.10. - endlich auch Irland seinen Widerstand aufgegeben. Statt auf mindestens 15% Steuer heißt die Übereinkunft nun: man einigt sich auf 15%. Estland und Ungarn haben danach ebenfalls zugestimmt. Aus Europa war nur Zypern an den Verhandlungen nicht beteiligt. Damit [...]

Globale Steuerreform nun auch mit Irland, Oktober 2021:2025-07-14T17:06:12+02:00

Karlspreis-Verleihung 2020/21, 2.10.2021:

2025-05-26T17:36:26+02:00

Der Internationale Karlspreis ist an den Staatspräsidenten von Rumänien, Klaus Johannis verliehen worden (und dies verspätet wegen Corona ). Er wurde 1959 als Siebenbürger Sachse geboren, und war dort schon lange Jahre erfolgreich Bürgermeister seiner Heimatstadt Sibiu, früher Hermannstadt, gewesen. Dann 2014 wählten ihn die Rumänen erstmals zum Staatspräsidenten. Und 2019 wählten sie ihn mit überwältigender Mehrheit erneut. Schon seit dem Jahr 2000 hatte er seine Geburtsstadt  zu einer blühenden Wirtschaftsmetropole gemacht, indem er ausländische Investoren ins Land holte. Bereits in dieser Zeit  hat er vor allem maßgeblich zur Eindämmung überbordender Korruption in seinem Land beigetragen. In Anerkennung bereits seiner damaligen Verdienste, erkor die EU Sibiu 2007 zu einer (von zwei) europäischen Kulturhauptstädten. (vgl. hier) Johannis gilt als gradlinig, bodenständig und zuverlässig. So hat er einen pro-europäischen Kurs gefahren und [...]

Karlspreis-Verleihung 2020/21, 2.10.2021:2025-05-26T17:36:26+02:00

ETC, Energiecharta, EU-Austritt beschlossen nach EUGH-Urteilen, endgültig am 19.5.2025

2025-07-05T14:05:10+02:00

Vertrag von 1994 Egal, ob es um den Kohleausstieg geht, die Abschaltung von Atomkraftwerken oder um Öl- und Gaspipelines, immer spielt die Energiecharta dabei eine entscheidende - und zwar sehr teure Rolle. 55 Staaten und die EU haben diese 1994 beschlossen, um großen Energiefirmen Schutz für deren Investitionen in die Erschließung von Energieressourcen zu bieten. Will ein Staat aus Klimaschutzgründen aus einer fossilen Energieerzeugung aussteigen, zieht der betroffene Konzern vor ein privates Schiedsgericht, um gegen den Staat Höchstsummen an Entschädigung zu erstreiten. So haben z.B. RWE und andere Firmen gegen die deutsche  Bundesregierung geklagt wegen des Atomausstiegs mit dem Streitwert von 4,7 Mrd. Euro. Vor dem Schiedsgericht hat man sich schließlich auf eine Entschädigungs-Summe von 2.34 Mrd. geeinigt. (vgl. hier, dort: 5. Hemmnisse für die EU-Energiepolitik) Erstes wegweisendes Urteil des [...]

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Ultimatum der EU-Kommission an Polen und EUGH entscheidet, 20.7. und 28.10.2021

2025-05-26T17:39:51+02:00

Kommission befürchtet "Bruch der Grundarchitektur des europäischen Rechtsstaatsystems" Die Kommission hat Polen jetzt ein Ultimatum gesetzt. Wenn das Land nicht bis zum 16. August bestätigt, dass es die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zur Disziplinarkammer respektiert, will die Kommission beim EuGH Strafzahlungen gegen  Polen beantragen, meldet soeben die FAZ. Die Kammer verstoße gegen die Unabhängigkeit der Richter in Polen, so das Urteil. Zwar hatte das Oberste Gericht Polens anders herum entschieden, es verstoße gegen die polnische Verfassung, die Disziplinarkammern aufzulösen. Aber die Kommissarin und Kommissionsvizepräsidentin, Vera Jourova, setzt dagegen, "EU-Recht hat Vorrang vor nationalem Recht".  Eine einmalige Strafzahlung würde  3,158 Mill. Euro betragen. Das EUGH kann allerdings auch eine tägliche Strafzahlung verhängen, bis Polen der Aufforderung Folge leistet. Polen hatte die Disziplinarkammer des Obersten Gerichtes 2018 eingerichtet. Diese konnte Richter  [...]

Ultimatum der EU-Kommission an Polen und EUGH entscheidet, 20.7. und 28.10.20212025-05-26T17:39:51+02:00

Deutscher Agrar-Politiker und seine Tricksereien, 19.7.; 25.6. und 26.3.2021 und spätere Fortschritte

2025-05-28T15:35:02+02:00

Nicht genug, dass Christian Schmidt, der Vorgänger von Julia Klöckner, seine deutschen Kabinettskollegen im EU-Agrar-Minister-Rat hintergangen hat. Gegen die Absprache mit der damaligen SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks und gegen die Weisungslage der eigenen Regierung stimmte er der Verlängerung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat um weitere fünf Jahre zu. Die Verlängerung des Umweltgiftes war in der EU nur mit der deutschen Zustimmung zu erreichen. Und der Trilog heute? Derzeit läuft in Brüssel der Trilog zur Agrarpolitik. Er läuft seit Wochen. So wie damals wird zäh gerungen zwischen den Vertreter*Innen der Kommission, denen des Parlaments und denen des Agrarminister-Rates. Diesmal geht es um den gesamten Agraretat der nächsten sieben Jahre. Dabei spielt  die Tatsache, dass der ursprüngliche Vorschlag für den Agraretat auf dem Tisch lag, bevor die neue Präsidentin der Kommission ihren Plan zum Green [...]

Deutscher Agrar-Politiker und seine Tricksereien, 19.7.; 25.6. und 26.3.2021 und spätere Fortschritte2025-05-28T15:35:02+02:00

Steuervermeidung großer Konzerne wird sichtbar gemacht, 2.6.2021:

2025-05-27T18:53:17+02:00

Die EU hat nach fünfjährigen Verhandlungen einen großen Durchbruch erreicht. Vorläufig zunächst noch, weil nochmal alle Gremien zustimmen müssen. Aber in den Verhandlungen ist Einigkeit erzielt worden, auch wenn ein Staat wie Deutschland sich enthalten hat. Es geht um eine Richtlinie über die Offenlegung von Ertragsteuer-Informationen durch bestimmte Unternehmen und auch deren Zweigniederlassungen, selbst wenn sie auf den Bahamas liegen. Konkreter beschrieben ist es eine Richtlinie über die Pflicht öffentlicher länderbezogener Berichterstattung. Für multinationale Unternehmen mit weltweit mehr als 750 Millionen Euro Umsatz gilt dann eine bedeutende Änderung der Rechnungslegung.  Sie sollen  aufgrund des sog. Country-to-Country Reporting jährlich die Nettoumsätze, Gewinn oder Verlust vor Steuern und die tatsächlich in den einzelnen Staaten gezahlten Ertragsteuern veröffentlichen. Eine einheitliche Besteuerung in EU-Ländern allerdings ist nicht in Sicht. Sie bedürfte der Einstimmigkeit. (vgl. [...]

Steuervermeidung großer Konzerne wird sichtbar gemacht, 2.6.2021:2025-05-27T18:53:17+02:00

Fossile Erdölwirtschaft, Beginn vom Ende? Mai 2021; Dez. 2023: Eher nicht

2025-05-28T15:36:27+02:00

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, sagt man. Aber drei? Gestern jedenfalls traf es gleich drei große Erdölfirmen an ein und demselben Tag: Royal Dutch Shell und ihre 11.000 Tochterfirmen in 140 Ländern, sowie Chevron und Exxon also Esso. Was passierte? Gerichtsurteil gegen Shell Die erste gute und vielleicht auch die weitreichendste Botschaft kommt aus Den Haag. Ein niederländisches Gericht hat Shell per Urteil verpflichtet, den gesamten CO²-Ausstoß des Konzerns bis 2030 um 45% zu senken  gegenüber 2019! Das gilt sowohl für die Zulieferer wie auch die Endabnehmer. Das ist ein gewaltiger Eingriff in das Verhalten des Konzerns - international erstmals. Allerdings war der Konzern bereits im Februar zu Schadensersatzzahlungen in Nigeria verurteilt worden. Er hatte zunächst das Nigerdelta verschmutzt (und danach die giftigen Abwasser direkt ins Meer geleitet, wofür [...]

Fossile Erdölwirtschaft, Beginn vom Ende? Mai 2021; Dez. 2023: Eher nicht2025-05-28T15:36:27+02:00

A. Rest-EFTA-Staaten bis Großbritannien

2021-06-10T19:39:05+02:00

Norwegen, Island, Lichtenstein EU-EFTA, AndrewRT, CC BY-SA 3.0   Norwegen ist ein Land mit 5,4 Millionen Einwohnern im Jahre 2020. Zusammen mit Island und Lichtenstein  sind diese drei seit  dem 1.1.1994 der EU als Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), einer vertieften Freihandelszone, und als Mitglieder des Schengenraumes eng verbunden. Durch die Teilnahme am Gemeinsamen Markt haben sie sich verpflichtet, den „Aquis Communitaire“, also die Gesamtheit des EU-Rechts zu übernehmen. Norwegen wird deshalb auch als „Fax-Demokratie“ bezeichnet, die ihre Gesetze den Binnenmarkt betreffend, per Fax aus Brüssel erhält. Bisher sind mehr als 6000 europäische Gesetze in nationales Recht in Norwegen übernommen worden. Finanzielle Beiträge zur EU Norwegen leistet im Gegenzug für seine Teilnahme am Europäischen Binnenmarkt einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Kohäsion in der EU. Da ist zum einen [...]

A. Rest-EFTA-Staaten bis Großbritannien2021-06-10T19:39:05+02:00